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Thema der Woche: Avidya

Es gibt ein Nebel, der nicht über dem Wasser liegt, sondern über unserem Bewusstsein.


Er ist unsichtbar -

und doch bestimmt er, wie wir sehen, fühlen, urteilen, handeln.


Die Yogatradtion nennt ihn Avidya.


Avidya bedeutet Nichtwissen oder Unwissenheit und umschreibt den Zustand der kosmischen Nichterkenntnis, also meiner Ansicht nach das Nichtbegreifen dessen, was die Schöpfung umfasst. Tatsächlich haben wir vergessen, wer wir wirklich sind und dass wir eine unsterbliche Seele haben. Das führt heutzutage in hochpotenzierter Form dazu, dass alles intensiv erlebt und zusammengerafft werden muss -  bis zum Burnout.


Die Seele ist in ihrer Existenz gelassen und glücklich. Unser Verstand ist es nicht. Und doch hat der Verstand die Fähigkeit zu erkennen, dass Teile seines Denkens Unsinn sind und Leid erschaffen. Schliess mal kurz deine Augen und blicke mit den Augen eines Wesens aus feinstofflicher Dimension auf das Treiben auf der Erde. Ist es interessant, nachahmenswert oder wahnsinnig?


Yoga zielt darauf ab, Avidya durch Achtsamkeit, Meditation und Selbstreflexion zu überwinden, um wahres Wissen und Einheit zu finden.


Erkenntnis geschieht selben spektaktulär. Sie geschieht wie die Morgendämmerung.

Ganz langsam.

Fast unmerklich.

Bis wir plötzlich sehen, dass der Weg immer da war. Dass das Licht nicht verschwunden ist. Nur verdeckt.

Avidya bedeutet, vergessen zu haben. Yoga bedeutet, sich zu erinnern.


AVIDYA


Manchmal sind wir nicht verloren. Nur entfernt von uns selbst.


Wir tragen Masken, um geliebt zu werden.

Wir funktionieren, um dazuzugehören.

Wir kämpfen, um genug zu sein.


Und irgendwo darunter wartet etwas ganz Einzigartiges: Du. 🤍


Mini-Herzübung (2 Minuten)


Lege eine Hand auf dein Herz.

Schließe die Augen.


Atme langsam ein.

Und frage dich leise: Wenn ich nichts leisten müsste – wer wäre ich dann?


Spüre.

Ohne Antwort zu erzwingen.

Nur fühlen.


Du musst nichts werden. Du darfst zurückkommen. 🌿





 
 
 

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