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Komplementär-Therapie Methode Yogatherapie - Fokus: Ressource


Ein Zitat von Mark Aurel "Blicke in dein Inneres. Da ist die Quelle des Guten, die niemals aufhört zu sprudeln, wenn du nicht aufhörst zu graben." hat mich dazu veranlasst, das Thema Ressourcen aus meiner Sicht als Komplementärtherapeutin zu beleuchten.



Was sind Ressourcen - eben diese Quelle des Guten?


In der Psychologie wird der Begriff folgendermassen definiert: "Unter Ressourcen versteht man im Stressgeschehen alle Faktoren, auf die eine Person zurückgreifen kann, um den Umgang mit einer bedrohlichen Situation zu erleichtern. Dabei können sowohl die Person als auch die Situation Quelle von Ressourcen sein. Ressourcen der Situation können z. B. durch günstige Arbeitsbedingungen (z. B. Möglichkeiten zur Regeneration, Arbeitszeitgestaltung) oder durch die soziale Umwelt (z. B. Freunde und Familie) bereitgestellt werden. Eine sehr bedeutsame arbeitsplatzbezogene Ressource ist der Handlungsspielraum. Eine wichtige Ressource aus dem Bereich der sozialen Umwelt ist die soziale Unterstützung. Zentrale individuelle, persönliche Ressourcen sind das Selbstwirksamkeitserleben in einer Situation sowie Kohärenzerleben und internale Kontrollüberzeugungen."


In der KomplementärTherapie bezeichnen wir alles, was dem Menschen gut tut als eine möglich Ressource. Die Gesundheitsförderung kennt persönliche (interne) sowie umweltbezogene und soziale (externe) Ressourcen: Beispiele für externe Ressourcen sind der Familien- und Freundeskreis einer Person, das Vorhandensein sozialer Netzwerke, sichere Arbeits- und Lebensbedingungen oder der Zugang zu einer gesundheitlichen Grundversorgung. Zu den Internen Ressourcen zählen zum Beispiel ein positives Selbstwertgefühl oder ein stabiles Immunsystem.


Warum ist das Erkennen von Ressourcen so wichtig? Der Mensch als Individuum steht in der Komplementärtherapie im Fokus und als Therapeut:in begleiten wir ihn auf dem Weg zur Stärkung seiner Genesungskompetenz (Unterstützen im Umgang mit Beschwerden und Krankheit sowie Entwickeln und Festlegen der Fähigkeit, die eigenen körperlichen, seelischen und geistigen Kräfte (= Ressourcen) optimal zur Genesung einzusetzen).


Im Kontext der Komplementärtherapie unterstützt die bewusste Stärkung vorhandener Ressourcen die Selbstregulierung und ermöglicht die Verlagerung des Blickwinkels von der Pathogenese zur Salutogenese.


In der Praxis habe ich gelernt, zuzuhören und meine Klient:in auf Augenhöhe zu begegnen. Es ist spannend, zu beobachten, was passiert, wenn wir den Raum offen halten. Oftmals nimmt die Person dann selbst seine Ressourcen wahr und ist ganz überrascht, wieviele Möglichkeiten er schon hat und diese nur wieder im Alltag aktivieren/integrieren kann. Ein Spaziergang im Wald, das Lesen eines Buches oder einfach mal den Kaffee oder Tee wirklich geniessen, sind nur ein paar mögliche Ressourcen. Natürlich gehört der Yoga auch auf die Liste der Ressourcen, wie auch jede Form von Bewegung im Masse.


Der Yoga als Ganzes ist die Basis für die Methode Yogatherapie in der Komplementärtherapie. Es ist wichtig, dass wir jedoch bewusst sind, dass einzelne Körperpositionen nicht eine definierte Wirkung haben, sondern die Gesamtheit einer Yogapraxis (Bewegung, Atmung, Achtsamkeit, etc.) vielschichtige Impulse gibt und zu einer Selbstheilung führen kann. Gemäss Imogen Dalmann/Martin Soder bedeutet dies: "Demgemäss ist das Ziel jeder Yogatherapie, die verloren gegangen Fähigkeit zur Selbstheilung wieder anzustossen, oder - bei chronischen Erkrankungen - die Selbstheilungskräfte dauerhaft zu unterstützen."



Claudia Garati

Thalwil, 25. April 2024







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